Entschieden – Leidenschaftlich für Jesus
Ein Himmelfahrtstag voller Impulse und Begegnungen: Unter dem Motto „Entschieden“ kamen rund 1200 Besucher zur CO-MISSION, der Coworkers Konferenz, in die Liederhalle Stuttgart. Die Gäste erlebten ein vielfältiges Programm mit persönlichen Geschichten, geistlichen Impulsen und zahlreichen Einblicken in die weltweite Arbeit von Coworkers.
„Wir möchten heute Mut machen, entschieden mit Jesus unterwegs zu sein – voller Leidenschaft“, so Désirée Holzäpfel, Mitglied des Leitungsteams von Coworkers. Diese Leidenschaft war auch Pastor Edward Awabdeh anzumerken, dem internationalen Gast der Konferenz. Der Leiter der Allianzkirche in Syrien ist über die ganzen Jahre der Diktatur und des Bürgerkriegs in Syrien geblieben. Pastor Edward berichtete, wie wichtig es war, dass „die Botschafter des Himmels“, Syrien nicht verlassen hatten. Seit über 15 Jahren ist er mit Coworkers verbunden. Tobias Köhler, ebenfalls Mitglied des Leitungsteams von Coworkers, betonte: „Diese Verbundenheit ist unsere Identität. Wir wollen Partner auf Augenhöhe sein – echtes Co-Working durch Entsendung und finanzielle Unterstützung.“
Sich für Jesus blamieren
Prof. Dr. Volker Gäckle betonte in seiner Predigt am Vormittag, dass Leben nur gelinge, wenn man Entscheidungen träfe. Die falsche Entscheidung sei immer, keine Entscheidungen zu treffen. „Die wichtigste Entscheidung bei allem ist: Wem unser Leben gehören soll und wem wir nachfolgen wollen“, führte der Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell aus. Er stellte die provokante These auf, dass der Glaube eine Entscheidung sei, sich für Jesus zu blamieren. Im gut besetzten Beethoven-Saal beschrieb er, wie der christliche Glaube allerdings zunehmend aus dem öffentlichen Raum verdrängt werde und dass dieser Prozess bereits in unseren Köpfen beginne. Gäckle sprach von einer „geistlichen Demenz“ unserer Kultur aus Angst vor der Konfrontation mit Schuld. Doch gerade davon befreie der Glaube an Jesus Christus. Das zu verkündigen, in Deutschland und der Welt, sei das Entscheidende. Eine bewusste Entscheidung für diesen Weg hatten auch Angelika und Johannes Keppler getroffen. So berichteten sie von ihren Einsätzen als Coworkers-Fachkräfte in inzwischen vier Ländern – zuletzt in Kolumbien – und wie Menschen dort zu einem befreiten Glauben fanden.
Aktiv werden, vernetzen und ermutigen
In der Mittagspause gab es eine Vielzahl an verschiedenen Aktionen wie eine Fotobox oder eine Rallye für Kinder. Ehemalige Auslandsmitarbeiter kamen an einem eigens dafür gestalteten Treffpunkt ins Gespräch. Alte Bekanntschaften wurden aufgefrischt und neue Kontakte geknüpft. Andere Konferenzteilnehmer nutzten die Möglichkeit, sich an den Info-Ständen intensiver über die Arbeit von Coworkers zu informieren.
Angespannte Lage in Syrien
Im zweiten Teil der Konferenz berichtete Pastor Edward ausführlich über die Situation in Syrien. Christen würden zwar nicht unmittelbar von der Regierung verfolgt, litten dennoch unter Verfolgung. Täglich gäbe es neue Gesetze und Beschränkungen, Willkür sowie einen wachsenden Einfluss von islamischen Extremisten. Die Gemeinde Jesu müsse immer damit rechnen, Verfolgung zu erleben. Gleichzeitig betonte Pastor Edward: „Wir haben keine bewaffneten Einsatzkräfte. Aber wir kämpfen unseren Kampf auf den Knien.“ Er berichtete von Gemeindegründungen und davon, dass viele Besucher ehemalige Muslime seien.
Ein überwältigendes Bild – 78 Personen in ihre Einsätze ausgesandt
Ein besonderer Höhepunkt des Tages war die Aussendung von 78 Personen in ihren weltweiten Dienst, unter anderem nach Papua-Neuguinea, Indien und Uganda. Fachkräfte, Fachpraktikanten und Ruheständler bringen sich in lokalen Projekten ein und geben ihre berufliche Kompetenz in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziale Arbeit weiter. 45 junge Menschen werden im Sommer als Freiwillige ausreisen, um in der Arbeit mit Kindern tätig zu sein oder andere Projekte zu unterstützen.
Bei Kaffee und Hefezopf klang die Konferenz aus. Die Gelegenheit zum Wiedersehen und Austausch wurde von vielen Freunden und Unterstützern von Coworkers gerne genutzt. Bernd Lutz, Mitglied des Leitungsteams von Coworkers, resümierte: „Die Konferenz ist immer eine Möglichkeit der Begegnung mit Jesus – aber auch untereinander.“
Ein krasses Leben
Im Anschluss an die Konferenz wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein Soli Deo Gloria e.V. das Musical „Paulus - ein krasses Leben” aufgeführt. Über 1.000 Besucher erlebten die Geschichte des Apostels hautnah mit. Seit mehreren Jahren besteht eine freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Verein aus Hüttenberg und Coworkers – zuletzt bei der Aufführung des Musicals „Paul und Gretel – kein Märchen” im September 2025 in der Porsche-Arena in Stuttgart mit über 8.000 Besuchern.